Klima-Messungen: Wind- und Ausbreitungsklassen-Statistik AKS

AKS Mesung 1
AKS Mesung 2

Windmessungen an einem Standort werden mit unterschiedlichen Instrumentierungen durchgeführt.

  • So können Ultraschall-Anemometer mit Turbulenzregistrierung (USA-T) eingesetzt werden, die neben Windrichtung und Windgeschwindigkeit auch die bodennahe Turbulenz messen. Sie ermöglichen eine trägheitsfreie Messung (gut für geringe Strömungsgeschwindigkeiten) mit hoher Abtastfrequenz.
  • Etwas kostengünstiger (dafür auch mit weniger Informationen) ist der Betrieb eines „klassischen“ Schalenkreuz-Anemometers (Windgeschwindigkeit) mit Windrichtungsfahne.

In jedem Fall jedoch wird neben den eigentlichen Messwerten (z.B. Mittelwerte über 10, 30 oder 60 Minuten) eine statistische Auswertung der Messgrößen von großem Interesse sein – sei es zur Bestimmung der Hauptwindrichtung oder zur Abschätzung der Häufigkeit bestimmter Windgeschwindigkeiten. Generell können dabei zweidimensionale Statistiken gebildet werden (z.B. die Windrichtungshäufigkeit jeweils in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit), aber, bei Vorliegen einer Turbulenz-Information („Ausbreitungsklasse“) auch dreidimensionale Statistiken berechnet werden. So lassen sich beispielsweise die Windrichtungs- und Windgeschwindigkeitsverteilungen bei stabilen Wetterlagen bestimmen.

Die Turbulenz-Information wird entweder direkt mitgemessen (USA-T) oder, bei Schalenkreuz+Windfahne, durch hinzuziehen geeigneter externer Daten (Globalstrahlung, Wolkenbedeckungsgrad) hilfsweise generiert.

Eine dreidimensionale Statistik, bestehend aus Windrichtung (36 Klassen a 10 Grad), Windgeschwindigkeit (9 Klassen) und Ausbreitungsklasse (6 Klassen), wird als „Ausbreitungsklassenstatistik“ AKS bezeichnet.

Die AKS bildete bis zur Novellierung der TA Luft im Jahr 2002 den Standard für meteorlogische Eingangsgrößen in der Ausbreitungsrechnung, seit 2002 darf sie dazu nur noch unter bestimmten Bedingungen anstatt einer Jahreszeitreihe (AKTerm) eingesetzt werden.

Ursprünglich sollte die AKS auf der Datenbasis eines besonders langen Zeitraumes (z.B. Messungen aus 10 Jahren) beruhen.

Der Charme des AKS-Formates beruht aber in der Praxis gerade darauf, dass die AKS auf der Datenbasis beliebiger Zeiträume gebildet werden kann, außerdem Messwerte unterschiedlicher (in der Datenreihe selbst aber immer gleicher) Mittelbildungsintervalle verwendet werden könnten. So kann eine AKS problemlos aus den 30-Minuten-Mittelwerten eines halben Jahres gebildet werden. Auf diese Weise können schon nach relativ kurzen Messzeiträumen z.B. orientierende Ausbreitungsrechnungen mit standortbezogenen meteorologischen Daten durchgeführt werden. (Es sollte allerdings dokumentiert werden, um welche Datenbasis es sich handelt!).

Wenn Sie an Windmessungen im Allgemeinen, an der Gerätetechnik im besonderen und an der Erstellung einer AKS interessiert sind, setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung. Wir beraten Sie gerne, auch im Hinblick auf einen geeigneten Aufstellungsort.

Wir können Ihnen sowohl einen Windmessmast inkl. Gerät leihweise zur Verfügung stellen als auch den Ankauf des Gerätes vermitteln, so dass es, falls gewünscht, auch nach Ende der Messkampagne in Ihrem Betrieb verbleiben kann.

Gerne bieten wir Ihnen die Messung als Gesamtpaket (Vor-Ort-Termin zur Besichtigung und Beratung hinsichtlich Aufstellungsort, Organisation und Durchführung von Auf- und Abbau, Wartung, evtl. telemetrische Fernabfrage der Messwerte direkt durch uns, Auswertung in beliebigen Zeitintervallen) an. Eine Online-Abfrage für Ihre betriebsinternen Bedürfnisse ist problemlos ergänzbar.

Aus jeder AKTerm-Messung (Ultraschallanemometer mit Turbulenzregistrierung, USA-T) lässt sich zu beliebigen Zeiten (vorab) bereits eine AKS bilden, so dass bereits während der Messung entsprechende Informationen vorliegen.

Weitere Eindrücke AKS

Ansprechpartner

iMA Niederlassung Freiburg
Claus-Jürgen Richter
richter(at)ima-umwelt.de
Telefon: 0761-202-1661

iMA Niederlassung Stuttgart
Werner-Jürgen Kost
kost(at)ima-umwelt.de
Telefon: 07156-4389-14