Immer höher werdende Verkehrsaufkommen machen eine Ermittlung der Immissionsbelastung durch Abgase für den straßennahen Bereich erforderlich. Bei der Verkehrsplanung muss auch die schon bestehende Vorbelastung z.B. durch Stickoxide und Feinstäube beurteilt werden. Die iMA betreibt verschiedene Ausbreitungsmodelle, die eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten bieten.
Durch eine Immissionsprognose können z.B. mögliche Maßnahmen der Immissionsminderung, wie dem Bau von Umgehungsstraßen oder dem Erlass von Tempolimits, auf die Luftbelastung abgeschätzt werden.
In der Regel nehmen durch Kraftfahrzeuge bedingter Lärm und Schadstoffkonzentrationen mit zunehmender Entfernung zu einer Straße schnell ab. Durch die Bestimmung entsprechender Schutzabstände mittels einer Ausbreitungsrechnung kann sichergestellt werden, dass sowohl die Lärmschutzanforderungen als auch die Immissionskriterien von TA Luft, 22. BImSchV (Verordnung über Immissionswerte) oder die Vorsorge-Werte der EG bzw. der WHO eingehalten werden.
In Straßenschluchten mit enger Randbebauung sind die Möglichkeiten für die Ausweisung von Schutzabstände und anderen immissionsmindernden Maßnahmen begrenzt. Die Immissionsbelastungen nehmen aber auch mit zunehmender Höhe ab. Die geschoßgenaue Bestimmung der Belastung durch die Rechenmodelle lässt eine Beurteilung zu, inwieweit das Wohnen an Hauptverkehrsstraßen möglich ist.
Auch topographisch bedingte Besonderheiten wie Kaltluftsammelgebiete, die bei entsprechender Quellsituation hohe Belastungen aufweisen können, fließen in die Prognose mit ein.
Das Ausbreitungsmodell muss den Transport emittierter Abgase berechnen können und bestimmt dadurch die Immissionen z.B. in der an die Straße grenzenden Wohnbebauung.
Das Modell berücksichtigt den Verkehr (Verkehrsaufkommen DTV, Fahrverhalten), die Meteorologie (Windströmung und Ausbreitungsbedingungen) und die Topographie.
So genannte Gaußmodelle wie das von der iMA entwickelte und betriebene GAMOS eignen sich insbesondere für die Bestimmung der Hintergrund-Konzentrationen von Schadstoffen. Die Straßen werden dabei als Linienquelle angesetzt.
Wesentlich anspruchsvoller sind so genannte Lagrange-Modelle. Das von der iMA entwickelte Modell ABC kann nicht nur frei liegende Straßen, sondern auch die Ausbreitung in Straßenschluchten mit der dort auftretenden Wirbelbildung durch die vorhandene Randbebauung simulieren. Parameter wie die Form einzelner Gebäude und die Straßenbreite finden hierbei Berücksichtigung.
iMA Niederlassung Freiburg
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Modell ABC