Ausbreitungsrechnung in komplexem (steilem) Gelände

Ausbreitungsrechnung komplexes Gelände

Oft liegen Anlagenstandorte eingebettet in eine hügelige, manchmal sogar bergige Landschaftsform. Je nach atmosphärischen Bedingungen beeinflussen solche Geländestrukturen lokal die Strömungsverhältnisse. Für eine realistische Ausbreitungsrechnung müssen diese Effekte berücksichtigt werden.

Die TA Luft enthält daher im Anhang 3, Abs. 11, einen speziellen Passus. In diesem werden zwei Bedingungen hinsichtlich der Geländesteigung genannt, die erfüllt sein müssen, um die Geländeform in der Strömungsberechnung (Bestandteil der Ausbreitungsrechnung) einzubeziehen.
Zur Prüfung, ob das Steigungskriterium überschritten ist, werden die Höhenunterschiede über die Distanz zweier Rechengitter-Maschenweiten herangezogen. (zur Maschenweite des Rechengitters siehe TA Luft, Anhang 3, Abs. 7).

Die Strömungsberechnung mit Geländeberücksichtigung kann mit den Standardverfahren AUSTAL2000 oder LASAT durchgeführt werden.

Die TA Luft enthält im Abs. 11 des Anhangs 3 jedoch noch ein weiteres Steigungskriterium: Die Windfeldmodelle diagnostischen Typs (z.B. TALdia) in den Standardverfahren AUSTAL2000 oder LASAT können nicht mehr eingesetzt werden, wenn im Beurteilungsgebiet Steigungen von 1:5 überschritten werden.

Für diesen Fall, der leider sehr oft auftritt, sieht die TA Luft kein Verfahren und keine Regelung vor. Es wird darauf verwiesen, dass in solchen Fällen Strömungsmodelle zu verwenden sind, „deren Eignung der Fachbehörde nachgewiesen wird“. Gemeint sind komplexe prognostische Strömungsmodelle wie FITNAH oder Metras-PCL.
Die iMA hat Methoden entwickelt mit deren Hilfe es möglich ist, Ausbreitungsrechnungen in steilem Gelände auf Basis prognostisch berechneter Windfelder durchzuführen.

Hinweise

Weitere Eindrücke zur Ausbreitungsrechnungen Komplexes Gelände

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