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Ausbreitungsrechnung komplexer Gebäudestrukturen

Gebäudestrukturen haben in ihrer Umgebung einen lokalen Einfluss auf die bodennahen Strömungs- und Turbulenzverhältnisse (sichtbar z.B. im Herbst, wenn die Blätter des Laubes an Gebäudekanten spiralförmig zusammen geschoben werden). Befinden sich Emissionsquellen im Einflussbereich von Gebäuden, so wird die Verlagerung von Luftbeimengungen (und deren Verdünnung) maßgeblich durch diese gebäudeinduzierten Effekte mit bestimmt.

Aus diesem Grund regelt die TA Luft im Anhang 3, Abschnitt 10, die Berücksichtigung von Gebäuden in der Ausbreitungsrechnung. Die dort aufgestellten Regeln lesen sich relativ kompliziert, weshalb es üblich ist, die Einsatzbereiche verschiedener Modelle in Form eines Diagrammes darzustellen, in dem das Verhältnis Quellhöhe/Gebäudehöhe aufgetragen ist gegen das Verhältnis Quellentfernung/Gebäudehöhe.

Es ist erkennbar, dass für bestimmte Konfigurationen die Gebäudeeffekte durch die Wahl einer adäquaten Geländerauhigkeit hinreichend genau berücksichtigt werden können. In einer Vielzahl von Fällen ist das in AUSTAL2000 oder in LASAT implementierte Windfeldmodell in der Lage, die Gebäudewirkungen realistisch zu berechnen. Es benötigt dazu eine Gebäude-Datei in digitalisierter Form.

Es gibt jedoch auch Fälle, in denen die Anwendbarkeit dieser Standardverfahren in der TA Luft zunächst formal in Frage gestellt und auf die Anwendung „entsprechend geeigneter“ Modelle verwiesen wird. Damit sind in erster Linie prognostische Modellverfahren gemeint (wie z.B. das Modell Miskam). Vergleichende Untersuchungen u.a. der iMA im Auftrag des Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) NRW haben jedoch gezeigt, dass auch die Windfeldmodelle von AUSTAL2000 und LASAT als „geeignet“ angesehen werden können – sie berechnen oft realitätsnähere Immissionsverhältnisse als die prognostischen Ansätze.

Falls Ihr Betrieb / Ihre Anlage niedrige bodennahe Quellen aufweist und/oder in einem Bereich vieler Gebäude liegt, beraten wir Sie gerne hinsichtlich der Modellansätze, die für eine methodensichere Ausbreitungsrechnung und damit für ein rechtssicheres Verfahren gewählt werden können. Scheuen Sie sich nicht, unverbindlich anzurufen

Hinweis

Für die Ausbreitungsrechnung Kfz-bedingter Luftschadstoffe für Parkplätze, Parkhäuser, Straßenzüge, Umgehungsstraßen u.ä. müssen oft die Anforderungen eines in einer Richtung relativ großen Modellgebietes (Straßenzug) mit der Notwendigkeit einer hohen räumlichen Auflösung (etwa 3 m!) zur sinnvollen Darstellung der Gebäudeumströmung kombiniert werden. Diese Kombination ist mit den prognostischen Modellen, aber auch mit den Windfeldmodellen der Standardverfahren nach TA Luft oft nur schwer zufrieden stellend zu realisieren. Die iMA bietet für solche Fälle die Anwendung des Spezial-Modell ABC an, das genau diese Anforderungen in besonderem Maße kombiniert verknüpft.