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Austal2000 im Internet
http://www.austal2000.de

AUSTAL2000

AUSTAL2000 1
AUSTAL2000 1

Das Modell AUSTAL2000 ist ein Lagrange’sches Partikelmodell zur Ausbreitungsrechnung von Luftschadstoffen, dass im Rahmen der Novellierung der TA Luft erstellt wurde und kostenfrei zur Verfügung steht. Ziel war es, für die Anwendung des im Anhang 3 der TA Luft beschriebenen komplexen Verfahrens zur Ausbreitungsrechnung ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen, dass frei zugänglich und damit – bei entsprechender Sachkenntnis - von jedermann anwendbar ist. Typische Anwendungen sind:

  • Ausbreitungsrechnung nach TA Luft für Luftschadstoffe, Stäube und Staubinhaltsstoffe,
  • Ausbreitungsrechnung nach GIRL und TA Luft für Gerüche,
  • Ausbreitungsrechnung für NH3, speziell in der Landwirtschaft,
  • Ausbreitungsrechnung für Verkehrswege

und vieles mehr.

Bei AUSTAL2000 handelt sich im Wesentlichen um eine „abgespeckte“ Version des Modells LASAT. Das Wesen der Ausbreitungsrechnung mit einem Lagrange’schen Partikelmodell ist dort kurz beschrieben.

In AUSTAL2000 können Geländeformen, Gebäudestrukturen und damit dreidimensional inhomogene meteorologische Verhältnisse berücksichtigt werden. Eine Ausbreitungsrechnung mit AUSTAL2000 erfolgt nach TA Luft üblicherweise durch die aufeinander folgende Berechnung von 8.760 meteorologischen Situationen (Stundenmittelwerte) und damit für den Zeitraum eines Jahres. Dadurch lassen sich auch zeitabhängige Emissionen (Betriebszustände) berücksichtigen.

Zur Auswertung der Simulationsergebnisse wird das Untersuchungsgebiet mit einem feinmaschigen Gitter überzogen und in jeder Gittermasche die Konzentration bestimmt. Das Ergebnis der Ausbreitungsrechnung ist eine hoch auflösende flächenhafte Verteilung der bodennahen Immissionsverhältnisse, z.B. der Feinstaubkonzentration in der Nachbarschaft eines Kohlelagers oder die Häufigkeit von Geruchsstunden in der Umgebung einer Biogasanlage (siehe Abbildungen).

Für den Einsatz von AUSTAL2000 für Ihr Genehmigungsverfahren und bei Fragen zum Modell nehmen Sie einfach mit unseren Ansprechpartnern (im Kasten rechts) Kontakt auf. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Das Modell AUSTAL2000 ist hinsichtlich seiner Verwendung eingeschränkt. Da die Strömungsfelder mit einem so genannten diagnostischen Windfeldmodell berechnet werden, verneint bereits die TA Luft die Anwendbarkeit in Fällen, in denen die Geländesteigung im Untersuchungsgebiet Steigungen von 1:5 überschreitet und dort, wo besondere meteorologische Verhältnisse (Kaltluftabflüsse, thermische Aufwinde, Land-See-Wind-Zirkulationen) auftreten. Solche Verhältnisse treten bereits im Mittelgebirgsraum verbreitet auf und führen dazu, dass die Immissionsprognose in einen ungeregelten Bereich hinein gerät. Auch bei Quellen, die innerhalb von Bebauungsstrukturen emittieren, wird die bedenkenlose Anwendbarkeit des Modells durch die TA Luft in Frage gestellt.

Der Betrieb des Modells AUSTAL2000 bringt auch handwerkliche Einschränkungen mit sich. So lassen sich (meteorologische) Einzelfälle nur sehr mühsam simulieren, es lassen sich nur Rechtecke als Flächenquellen eingeben und die zeitliche Differenzierung von Quell-Aktivitäten weist als kleinste Einheit 1 Stunde auf.

Hier kann die iMA eine ganze Reihe von Lösungen anbieten. Die geländebedingten Beschränkungen lassen sich durch Einsatz von prognostischen mesoskaligen Strömungsmodellen wie FITNAH oder Metras-PC als Vorschaltmodul für AUSTAL2000 sachgerecht umgehen.

Für die Gebäudeberücksichtigung wird gegenwärtig im Rahmen eines Forschungsprojektes von der iMA untersucht, ob sich prognostische Modelle für die Mikroskala in gleicher Weise als Vorschaltmodule eignen.

Die handwerklichen Begrenzungen existieren nicht, wenn statt AUSTAL2000 das erheblich mächtigere „Muttermodell“ LASAT eingesetzt wird, über das die iMA seit Jahren verfügt und entsprechende tiefgehende Anwender-Praxis-Erfahrung gesammelt hat.

Die Vorgehensweise für Ihren konkreten Fall ist üblicherweise abhängig von den Geländeverhältnissen am Standort, der Gebäudestruktur und den besonderen Quellstrukturen, Prozess-Bedingungen und Abläufen auf Ihrer Anlage. Falls Die Anwendung des Standardverfahren AUSTAL2000 in Ihrem Fall nicht möglich ist oder nicht ausgereicht hat, beraten wir Sie gern über die Lösungsmöglichkeiten, die Ihnen die iMA zum erfolgreichen Abschluss Ihres Verfahrens bieten kann. Nehmen Sie einfach mit unseren Ansprechpartnern Kontakt auf (s. Kasten rechts).

Weitere Eindrücke AUSTAL2000

Eindruck Austal 2000 - Bild1
Eindruck Austal 2000 - Bild2
Eindruck Austal 2000 - Bild3
Eindruck Austal 2000 - Bild4
Eindruck Austal 2000 - Bild5
Eindruck Austal 2000 - Bild6